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Heidelbeer-Törtchen frei von Gluten

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…ohne Gluten und Laktose ein himmlischer Genuss!
Heute war mir mal nach Torte und da ich viel zu viele Heidelbeeren eingekauft hatte, war die Entscheidung nicht schwer…eine Heidelbeertorte musste her!

Da ich mir gerade Backringe mit einem Durchmesser von 15 cm zugelegt hatte, die unbedingt mal ausprobiert werden mussten, sollte es also ein kleines, aber hohes Törtchen werden. Daher habe ich vier Biskuit-Schichten geplant. Ich habe für euch zwei Deko-Varianten ausprobiert, einmal mit Blüten und einmal als Drip-Cake.

Also wenn ihr totale Backanfänger seid, dann bessere erst mal einstöckige Kuchen und Torten ausprobieren. Das Stapeln und Einstreichen braucht etwas Übung, gerade wenn der Durchmesser klein ist und das Törtchen hoch werden soll. Aber Übung macht den Meister!

Euren Freunden oder der Familie schmeckt bestimmt auch ein etwas schiefes Törtchen sehr lecker.

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Hier noch die Variane Drip-Cake. Leider ist mir die Drip-Heidelbeersoße etwas zu fest geraten und lief nicht ganz so schön ab, wie ich mir das vorgestellt hatte. Sie darf nicht zu dünn sein, sonst läuft sie einfach bis ganz unten an die Torte und bildet dort einen kleinen See. Wenn sie zu fest ist läuft sie nicht weit, dann kann man aber noch ein wenig mit einem Löffel nachhelfen und die Fruchtsoße damit etwas nach unten streichen. Ich hatte zu viel Marmelade rein gemacht, das geliert dann beim Abkühlen sehr stark nach und die Soße wird zu zähflüssig.

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Rosendemo Tasse blau

Im Anschnitt sieht der Kuchen sehr schön aus, die goldgelben Schichten vom Mandelbisquit abwechselnd mit den lila-pink Cremeschichten und dazwischen noch ein paar ganze Heidelbeeren als blauer Farbtupfer.

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Ich habe die Biskuit-Schichten (bis auf die oberste Schicht) auch noch mit einem kurz aufgekochten Frucht-Rum-Zucker-Sirup getränkt, das hält die glutenfreie Torte zusätzlich wunderbar feucht und aromatisch. So hat man auch die Möglichkeit den Biskuit am Vortag zu backen, zu tränken, in Frischhaltefolie zu wickeln und am nächsten Tag muss der Kuchen dann nur noch gefüllt und verziert werden. Natürlich könnt ihr die Tränke auch weglassen und den Boden trotzdem am Vortag schon backen, aber ich empfehle beim Backen ohne Gluten immer Feuchtigkeit zusätzlich an den Kuchen zu bringen.

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Die Torte hat durch ihren kleinen Durchmesser von nur 15 cm eine ideale Größe für 4 -6 Personen zum Sonntags-Kaffee. Wir waren zu viert, eine liebe Freundin mit ihrem Partner aus Göteborg war bei uns zu Besuch. Er leidet an Zöliakie und so war ich mal nicht der einzige in der Runde der eine selbstgemachte glutenfreie (und laktosefreie) Torte sehr zu schätzen wusste. Ich hatte noch zusätzlich einen Käsekuchen nach meinem Lieblingsrezept gebacken, Rezept folgt, und so konnten wir die Kaffeetafel ohne Einschränkungen herrlich genießen. Übrigens schmeckt die Torte auch allen Menschen, die kein Gluten oder Laktose vermeiden müssen.

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Rosendeko

Die Kuchenreste wurden dann brüderlich aufgeteilt, ein Doggie-Bag für unsere Freunde und den Rest haben mein Mann und ich (eigentlich mehr ich) die nächsten Tage noch verputzt.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ihr von der Torte etwas übrig habt, dann lässt sie sich auch wunderbar einfrieren.

So, und jetzt ran an die Rührschüssel, denn hier kommt das Rezept für euch zum Nachbacken:


Die Zutaten:

Biskuit:

  • 5 Eier Größe L
  • 180 g Zucker
  • Mark einer echten Vanilleschote oder 1 PäckchenVanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Maismehl glutenfrei
  • 1 TL Backpulver glutenfrei
  • 150 g Mandeln gemahlen

Kuchentränke: (optional: hält den Kuchen schön saftig, geht aber auch gut ohne)

  • 1 EL Heidelbeergelee
  • 1 EL Puderzucker
  • 2 EL Wasser
  • 2 EL Rum (Ersatz alkoholfrei: roter Frucht-Saft)

Creme:

  • 300 g Frischkäse laktosefrei
  • 200 g Schmand laktosefrei
  • 150 g Quark laktosefrei
  • 3-5 EL Heidelbeergelee, je nach gewünschter Farbe der Füllung
  • 2 EL Puderzucker
  • 50 g frische Heidelbeeren oder Tiefkühlprodukt aufgetaut

Dekoration: 

  • 100 g Blaubeeren
  • 1 EL Heidelbeergelee
  • 1 EL Puderzucker
  • Minze zur Deko

 

Zubereitung Biskuit:
  1. Den Backofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Zwei Springformen oder Backringe (15 cm Durchmesser) am Boden mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten.
  2. Die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee aufschlagen. Dabei nach und nach 80 g Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis der Eischnee fest ist.
  3. Die Eigelbe mit der Vanille aufschlagen und den restlichen Zucker (100 g) nach und nach zugeben. Weiter schlagen, ca. 5 Minuten, bis die Masse dick und hell wird.
  4. Die Eiweißmasse vorsichtig unterheben.
  5. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, einmal durchsieben und mit den Mandeln in die Eiermasse geben.
  6. Alles vorsichtig unterheben und dann den Teig sofort in die vorbereiteten Backformen geben und glatt streichen. Die Form nicht zu voll machen, der Teig geht noch etwas auf.
  7. Bei 175 Grad 20 – 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, wenn das Stäbchen sauber bleibt, ist der Biskuit fertig gebacken.
  8. Auf einem Kuchenrost ganz abkühlen lassen.
  9. Nach dem Abkühlen, die Böden jeweils einmal waagrecht halbieren. Haben die Böden beim Backen eine leichte Kuppel gebildet, muss der obere Boden begradigt werden.

 

Zubereitung Kuchentränke: (optional, geht auch ohne)
  1. Alle Zutaten in einem kleinen Topf unter rühren kurz aufkochen.
  2. Drei der Böden mit der Schnittseite nach oben legen und mit der Tränke bepinseln.
  3. Man kann die Böden nun auch in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht ruhen lassen. So muss man am Tag, wenn die Gäste kommen, die Torte nur noch füllen und verzieren.
  4. Falls ihr keine Tränke auf die Böden gebt, könnt ihr die Böden natürlich auch in Folie gewickelt am nächsten Tag füllen. Dann aber erst am Tag der Fertigstellung waagrecht halbieren.

 

Zubereitung Creme:
  1. Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Schneebesen gut glatt rühren. Creme bis zur Fertigstellung der Torte kalt stellen.

 

Fertigstellung des Törtchens:
  1. Den ersten Boden mit der getränkten Seite nach oben auf eine geeignete Unterlage legen. 3-4 EL der Creme darauf geben und mit einer Palette oder einem großen Messer schön glatt streichen. Ein Drittel der Heidelbeeren darauf verteilen, etwas in die Creme drücken.
  2. Nun den zweiten Boden auflegen und genauso wie bei Punkt 1 beschrieben füllen, dann noch den dritten Boden auflegen und bestreichen.
  3. Der vierte Boden wird dann mit der Schnittseite nach unten aufgelegt.
  4. Das Törtchen nun mit der restliche Creme rundum einstreichen. Je nach Vorliebe könnt ihr die Torte ganz glatt einstreichen, ich habe ein paar kleine Wellen gelassen, das fand ich schöner.
  5. TIPP: Falls der Biskuit aussen herum etwas bröselig sein sollte, empfehle ich euch die Torte erst mit einer feinen Cremeschicht glatt einzustreichen, dann 30 Minuten kalt zu stellen und danach in einem zweiten Schritt, die eigentliche Cremeschicht wie beschrieben, aufzutragen. So sieht man keine störenden Biskuit-Brösel außen am Törtchen.
  6. Deko-Variante 1: Blüten auf der Torte und auf der Tortenplatte dekorieren
  7. Deko-Variante 2: 50 g Heidelbeeren mit Puderzucker und Gelee kurz aufkochen, pürieren und ganz abkühlen lassen. Auf dem Kuchen verstreichen und seitlich herunter laufen lassen. Restliche Beeren auf der Torte mit der Minze dekorieren.

Lasst es euch schmecken…für Genuss ohne Einschränkungen!

Rosendeko Tasse blau Heidelbeeren

 

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